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Mythologie & Geschichte

druiden in der Steiermark

Im 19. Jahrhundert machte sich der österreichische Sprachforscher Franz Ferk auf die Suche nach Spuren der keltischen Kultur. In einem kleinen Bergdorf in der Steiermark stiess er auf eine bemerkenswerte mündliche Überlieferung zur Mistelernte bei den Druiden der Alpenkelten.

Wenn die Trunen [Druiden] Misteln sammeln gehen, so reitet der Hopatatsch, das ist der oberste unter ihnen, in schwarzem Gewande, auf einem schwarzen Rosse mit silbernem Zaum der Prozession voran. Ihm zur Seite reitet barfuss der Zeremonienmeister auf einem weissen Rosse mit goldenem Zaume. In der Hand trägt dieser eine goldene Sichel, die in einen Schlangenkopf endet. An Ort und Stelle angelangt, reiten sie dreimal um den “Mistelstrauch”. Dann kommen die niederen Trunen mit einem grossen, schneeweissen Tuche und halten es ausgebreitet unter demselben. Nun reitet der Zeremonienpriester zum “Mistelbaum”, verrichtet daselbst ein Gebet, zieht dann ein weisses Gewand an und schneidet mit einer goldenen Sichel, deren Griff er mit einem weissen Tuch umwickeln muss, den “Mistelstrauch” ab, der sodann von den unten stehenden Trunen in das grosse, weisse Tuch aufgefangen wird.

Quelle: Franz Ferk: Über Druidismus in Noricum. Graz 1877; S. 46ff.

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